Rang sieben an der Eiger Bike Challenge
Heute startete ich zum 21. und letzten Mal an der Eiger Bike Challenge. Mit grosser Vorfreude reiste ich gestern nach Grindelwald. Die Wetteraussichten versprachen einen Prachtstag und das letzte Rennen im Montafon stimmte mich auch zuversichtlich. Mein Vorhaben war es wie immer, mein Maximum zu geben, das Rennen gut einzuteilen um dann im letzten Anstieg zur Kleinen Scheidegg ev. noch etwas im Kampf um die Podestplätze ausrichten zu können.
Leider kam es dann aber ganz anders. Zwar kann ich sagen, dass ich mein Maximum gegeben habe. Doch das Resultat ist sehr ernüchternd und hinterlässt aktuell gerade eine grosse Leere bei mir. Bereits im Anstieg auf das Feld musste ich akzeptieren, dass ich mich mehr anstrengen musste als gewünscht, um mich bei moderatem Tempo in der grossen Spitzengruppe halten zu können. Gut, dieser Anstieg war noch bei keinem einzigen Befahren mein Freund und so redete ich mir gut zu, dass es danach dann besser wird. Doch in der Abfahrt der nächste Dämpfer, ich fühlte mich heute absolut nicht wohl auf dem Bike... Sofort kam mir natürlich mein Sturz inkl. Schlüsselbeinbruch in diesem Abschnitt in den Sinn. Also, bloss nichts riskieren, wenn es schon berghoch nicht prächtig läuft, sagte ich mir. Und weg war die Spitzengruppe natürlich. Bis auf die Grosse Scheidegg blieb die Gruppe zwar stets in meinem Blickfeld und mein Rückstand wurde nur minim grösser. Allerdings wusste ich, wie sehr ich mich anstrengen musste, und sah, wie spielend und locker sie vorne fuhren...
So dümpelte ich stets alleine Richtung Anstieg Kleine Scheidegg. Und nun wurde es richtig brutal. Hier kassierte ich nun massiv Zeit, obwohl ich alles gab, was ich hatte. Zwar konnte ich damit meinen siebten Rang souverän absichern, doch der Rückstand auf einige Fahrer vor mir war einfach viel zu gross. So erreichte ich das Ziel etwas demoralisiert und wusste nicht, was ich von meinem Rennen halten soll...
Nun bleiben mir drei Tage bis zum Start des Swiss Epic. Aktuell ist meine Vorfreude nach dem heutigen Tag überschaubar, aber das wird sich hoffentlich noch ändern.


