Nach dem gestrigen Tag wussten wir, dass wir nun das stärkste Team im Feld sind. Dementsprechend entspannt gingen wir in die heutige Etappe. Unser Plan war es, zu Beginn einfach mitzufahren und dann vielleicht über den zweiten Berg, den Tremalzo Pass, etwas zu versuchen, um nochmals etwas Zeit heraus zu fahren.
Es kam dann aber doch anders und umso besser für uns. Nach zirka 20 Minuten im ersten Anstieg erhöhte Simon das Tempo dermassen, dass Pliem nicht mehr mithalten konnte und wir setzten uns alleine an die Spitze. In einer Laufpassage ein paar Minuten später kämpften sich Pliem und Claes dann nochmals heran, aber nach nur ein paar Metern lösten wir uns bereits wieder.
Ab nun waren wir alleine unterwegs für den Rest des Tages. Kontinuierlich brachten wir etwas mehr Zeit zwischen uns und die Verfolger, sodass es dann bis ins Ziel am Lago di Ledre fünfeinhalb Minuten wurden.
Somit starten wir Morgen also mit komfortablen knapp 18 Minuten Vorsprung in die letzte Etappe. Das tönt gut, nichts desto trotz gilt es auf den letzten 48 Kilometern nochmals gut durchzukommen und keine Fehler zu machen. Es gibt viele Steine hier um den Gardasee, die gefährliche Spielverderber sein könnten.