Ischgl Ironbike - nicht gut, nicht schlecht - Rang 5
Das war heute nicht das Rennen, das ich mir gewünscht habe. Ich hatte grossen Respekt vor der Wetterprognose, geht das Rennen doch hoch bis auf 2'800 Meter. Anfangs Woche roch es noch nach Schnee, aber nach und nach sah es minim besser aus. Doch pünktlich heute Morgen vor dem Start war dann der Regen doch eingetroffen und bereits beim Start im Tal war es kühl. Die Qual der Wahl bei der Kleiderwahl ging also los und weil wir gestern Abend noch über meine bisher schlimmste Erfahrung bezüglich Kälteeinbrüchen bei Rennen (Nationalpark Bike Marathon 2011) sprachen, zog ich mich dann eine Spur zu warm an. So musste ich dann nach einer halben Stunde den ersten Stopp einlegen, um die Regenhosen auszuziehen.
Trotzdem sah ich mich dann optimal positioniert, als es nach einer Stunde in den harten Anstieg Richtung Idalp/Salaaser Kopf ging. Es lief nun gut und bereits nach der ersten Kehre zerfiel zu meinem eigenen Erstaunen die Gruppe bereits. Medvedev diktierte und Stauffer konnte mitfahren. Ich hing mit wenigen Metern Rückstand dahinter und hinter mir war das Loch noch deutlich grösser. Also kämpfte ich mich zurück und stellte den Kontakt wieder her. Doch kurz nach der Mittelstation war mir das Tempo einen Zacken zu hoch und ich war nun wieder alleine.
Irgendwie fühlte ich mich eingeengt in den langen nassen Kleidern, dem Hals- und Kopftuch, und doch war es nötig, um nicht zu erfrieren. Dann bekam ich Gesellschaft durch Markus Kaufmann, aber auch ihn musste ich wenig später ziehen lassen. Bei der Idalp war ich somit auf Position vier und der Zug nach vorne war noch nicht all zu weit weg. Doch nach der kurzen Abfahrt schien die Kälte alle Energie aus mir gezogen zu haben. Ich fühlte mich nun nicht mehr gut, musste mich noch von Holland überholen lassen, und ab nun wurde es für mich noch ein langer und beschwerlicher Weg bis ins Ziel. Zuerst die schnelle Abfahrt nach Samnaun und dann über den steilen Anstieg über das Idjoch (hier wurden minus 2 Grad bei eisigem Wind gemeldet) wieder zurück nach Ischgl.
Ich war froh, als ich, zwar schlotternd und als nur Gesamtfünfter nach gut vier Stunden das Ziel erreichte. Natürlich habe ich mir deutlich mehr erhofft, aber es lag einfach nicht mehr drin.