Es ist einfach wie verhext dieses Jahr! Ausgerechnet am Dienstagabend kündigte sich mit einem hartnäckigen Kratzen im Hals eine Erkältung an. Tatsächlich ging es mir dann am Mittwoch und Donnerstag nicht prächtig. Doch ein Start heute in Vallorbe am Jura Bike Marathon war ein Muss! Ich brauche nun dringend Rennpraxis im Hinblick auf den Sommer. Heute ging es mir dann wieder besser, doch optimal war es ganz sicher nicht. Es ging mir unter diesen Voraussetzungen einzig darum, dieses Rennen so gut wie möglich zu absolvieren. Dass es schwierig werden würde, auf’s Podium zu fahren, war von vornherein klar, war doch neben den obligaten Schweizern auch das komplette Singer Team am Start.
Ich versuchte, mich so lange es ging, vorne aufzuhalten. Dies gelang mir während etwas mehr als einer Stunde. Doch dann war es um mich geschehen, als kurz vor dem ersten Gipfel das Tempo verschärft wurde. Hartmann, Frey, Stiebjahn und Beeli konnten sich hier absetzen, während ich mit Fanger und Barandun in der zweiten Gruppe hing. Nach der Abfahrt wurden uns 40 Sekunden Rückstand gemeldet. Eigentlich nicht viel, und genau darum war auch in unserer Gruppe das Tempo weiterhin hoch, für mich leider zu hoch. Ich bekundete Mühe mit der Atmung und war dadurch in den Anstiegen deutlich limitiert. Darum musste ich nun Fanger und Barandun ziehen lassen und konnte wenig später auch Gysling nichts entgegensetzen, als er zu mir aufschloss. Somit ging ich auf Position acht auf die letzten 30 Kilometer.
Zwar lief es nun nicht mehr optimal, aber durch die Defekte bei Frey und Beeli und den Einbruch von Barandun konnte ich mich immerhin noch auf den fünften Rang verbessern.
Heute muss ich mit diesem Resultat zufrieden sein und es war ein erster Schritt in die richtige Richtung.