Rang 4 an der Marathon SM
Heute fand in Chateau-d'Oex die Marathon SM statt. Ich fühlte mich einigermassen erholt vom MB Race und freute mich auf das Rennen. Es war mir bewusst, dass ich dieses Jahr einen optimalen Tag erwischen muss, um mir nochmals eine Medaille umhängen lassen zu können, und war bereit, dafür zu kämpfen. Leider landete ich am Schluss genau auf dem vierten Rang, doch ich bin trotzdem zufrieden mit meiner Leistung.
Bereits nach einer Handvoll Höhenmetern ging es voll zur Sache. Stauffer zeigte gleich von Beginn weg, dass er heute endlich das Meistertrikot gewinnen wollte, und legte ein sehr hohes Tempo vor. Ein Tempo, das mir eindeutig zu hoch war und bei dem nur South, der dann auch gewann, mitfahren konnte. Die zwei machten sich also gleich aus dem Staub, blieben noch eine Zeit lang in Sichtweite doch nach dem zweiten Anstieg sah ich sie nie mehr wieder. Es war also schon früh klar, dass es ohne Zwischenfälle bei den beiden für uns dahinter nur noch um die Bronzemedaille ging.
Es kristallisierte sich dann im ersten Anstieg mit Stutzmann, Barandun, Beeli und mir eine Gruppe heraus, die diese Bronzemedaille unter sich ausmachen wird. Bereits in der ersten Abfahrt setzte sich dann aber Stutzmann leicht ab und so fuhr ich nun auf Position vier. Dies änderte sich dann in der zweiten Abfahrt, als Stutzmann durch einen Defekt eingebremst wurde. Ab nun ging es zwischen Beeli, Barandun und mir um die letzte Medaille. So ging es nun über die zwei längsten Anstiege und irgendwie war uns allen klar, dass wir in dieser Phase am besten fahren, wenn wir uns nicht unnötig bekriegen und zuerst gemeinsame Sache machen. Stets mit uns dabei war auch noch Claes, der aber natürlich für die Meisterschaftswertung nicht von Bedeutung war.
Nach der rasanten Abfahrt vom höchsten Punkt und dem kurzen Flachstück entlang dem Flugplatz von Saanen ging es nun auf die letzten 20 Kilometer. Es blieben noch drei Anstiege und Abfahrten um die Rangierungen auszufahren. Und gleich im ersten und längsten verbleibenden Anstieg wollte ich es versuchen. Zwar konnte sich Claes sofort absetzen, doch der zählte ja nicht. Viel interessanter war, dass Barandun nun Mühe hatte und abreissen lassen musste. So kam es zum Duell zwischen Beeli und mir. Ich versuchte mich ein erstes Mal abzusetzen, doch Beeli kam wieder zurück. Dann versuchte ich es ein zweites Mal, doch Beeli blieb dran. Und dann wendete sich das Blatt leider und ich musste Beeli ziehen lassen. Zwar nur wenig, aber Beeli war in diesem Moment stärker und ich ging mit zirka 25 Sekunden Rückstand in die Abfahrt. Ich hatte immer noch die Hoffnung, dass ich den Anschluss nochmals herstellen kann, doch es war eher das Gegenteil und es kam Sekunde um Sekunde dazu.
Ich kämpfte zwar weiter, doch irgendwann musste ich mir eingestehen, dass ich es nicht mehr schaffe und mich mit dem vierten Rang zufriedengeben muss. So kam ich dann knapp hinter meiner Optimalvorstellung einer Medaille ins Ziel. Und trotzdem war ich irgendwie zufrieden. Denn ich fuhr heute ein engagiertes Rennen, gab alles was ich hatte und würde es als meine bisher beste Leistung in dieser Saison einstufen.