Einmal mehr stellte sich dieses Jahr die Frage; Hero Dolomites oder Raid Evolénard? Leider fielen diese zwei Rennen wie schon so oft auf das gleiche Wochenende. Weil aber im Südtirol am Samstag und im Wallis am Sonntag gefahren wird, ist es grundsätzlich möglich, beide Rennen zu fahren. Ich war bis heute der Erste und bisher Einzige, der dies schon kombiniert hat (schon 3 Mal) und entschied mich an einem guten Tag im Februar, es auch heuer wieder zu tun. Es sind unter anderem solche verrückten Sachen, die mich schon immer reizten und mich auch auszeichnen. Dieses Mal tat ich mir aber nicht unbedingt einen Gefallen mit diesem Plan, denn nach der völlig misslungenen EM am letzten Sonntag schienen meine Ambitionen etwas hoch gegriffen... Doch absagen kam nicht in Frage. Ganz im Gegenteil schaffte ich es sogar nach einer schlaflosen Nacht anfangs Woche mich darauf einzustimmen und so reiste ich dann am Donnerstag sogar sehr motiviert und mit grosser Vorfreude nach Italien. Ich setzte mir sogar einen Rang in den ersten zehn zum Ziel am Samstag. Doch es kam anders... Nach einem soliden Start und in Schlagdistanz zu den Top Ten liegend war meine Aufbauarbeit aufgebraucht. Nach eineinhalb Stunden und den harten Aufstieg zum Pordoipass vor mir zu wissen kam ich wieder ins gleiche Fahrwasser wie bei der EM. Rang um Rang wurde ich durchgereicht ohne mich auch nur versuchen dagegen zu wehren. Nach über fünf Stunden Fahrzeit bedeutete dies dann Rang 39. Immerhin lief es zu Beginn besser als letzte Woche, das war das einzig Positive von diesem Rennen und das wollte ich heute im Wallis besser machen.
Das schaffte ich dann auch. Den sechsten Rang im Ziel nahm ich zur Kenntnis. Was mich mehr freute, war das einigermassen konstante und solide Rennen und dass ich heute besser kämpfen konnte als gestern. Und wer weiss; vielleicht helfen mir die heute verdienten Punkte Ende Saison noch in der Endabrechnung der Marathon Bike Classics.