Gestern startete ich in Ehrwald zu der diesjährigen Bike Transalp. Während sieben Tagen bewegen wir uns nun über unzählige Berge südwärts bis nach Arco kurz vor dem Gardasee.
Die letztjährige Ausgabe konnte ich gewinnen und als Titelverteidiger sollte es natürlich immer das Ziel sein, den Erfolg zu wiederholen. Doch dieses Jahr waren die Voraussetzungen etwas anders. Erstens sollten dieses Jahr nicht mehr die grössten Herausforderer vom letzten Jahr die stärksten Konkurrenten sein, sondern unzählige weitere starke Teams standen am Start. Das Feld ist also deutlich breiter aufgestellt. Zweitens waren ja meine Resultate in den letzten Wochen alles andere als Grund, zuversichtlich zu sein. Auch wenn ich mir (ein weiteres Mal...) sicher bin, dass ich einen Schritt nach vorne gemacht habe. Und drittens fahre ich dieses Jahr erstmals mit Alban Lakata als Partner. Wären wir vielleicht vor zehn/zwölf Jahren ein nur schwer zu bezwingendes Team gewesen, bewegen wir uns nun beide langsam aber sicher unserem Karriereende entgegen. Somit bringen wir wohl viel Erfahrung mit, aber die Jungen und deren angeschlagener Fahrstil spielt uns sicherlich nicht in die Karten.
Unter diesen Voraussetzungen gibt es für mich in dieser Woche zwei Ziele. Persönlich möchte ich einen weiteren Schritt nach vorne machen und als Team wäre es schön, am Schluss nach sieben Tagen auf dem Podest zu stehen.
Doch die ersten zwei Tage liefen bisher noch nicht reibungslos. Leider erwischte es Alban wenige Tage vor dem Start mit einer Erkältung. Entsprechend hatten wir gestern und heute grössere Mühe als uns lieb ist und klassierten uns auf der 1. Etappe auf dem sechsten und heute auf dem siebten Rang. Somit liegen wir auch auf dem siebten Gesamtrang mit knapp fünfeinhalb Minuten Rückstand auf das Podium. Grundsätzlich ist es also noch absolut machbar und wir bleiben weiter dran.