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Bericht

Mit dem 18. Rang realisierte ich heute einmal mehr ein Ergebnis, mit dem ich nicht viel anfangen kann. Zu viel zum sterben, zu wenig zum leben... Natürlich muss ein 18. Rang zuerst gefahren werden, aber die Hoffnung, den Schwung vom letzten Wochenende mitnehmen zu können, erlitt einen Dämpfer.

Für die brutal schweren 84 Kilometer mit grob gesagt vier steilen Anstiegen und vier Abfahrten nahm ich mir vor, mein eigenes Rennen zu fahren und mich nicht von anderen Fahrern verleiten zu lassen, über meinen Verhältnissen zu fahren und am Schluss dafür büssen zu müssen. Den ersten Anstieg auf Dantercepies überlebte ich auf dem 15. Rang. Damit war ich zufrieden, denn ich hatte erwartet, mich in etwa in diesem Bereich einsortieren zu können. Im zweiten Anstieg und dem folgenden coupierten Teil sortierte sich das Feld weiter deutlich. Ich verblieb im erwarteten Bereich, doch von hinten füllten einige Fahrer die Gruppe fortlaufend auf. Schliesslich folgte dann der dritte, längste und steilste Anstieg.

Wie jedes Jahr zerfällt spätestens hier alles mehr oder weniger in die Einzelteile. Ich erhoffte mir, in diesem Abschnitt etwas nach vorne fahren zu können. Doch das Gegenteil traf ein! Ich kam diesen Anstieg heute ganz schlecht hoch und musste mich in Acht nehmen, nicht aus den Top 20 zu fallen. Ich versuchte, nicht unnötig nervös zu werden, und hoffte, im letzten Anstieg zumindest die verlorenen Plätze wieder zurückzuerobern. Doch auch dieses Vorhaben stand unter keinem guten Stern. Denn bevor es in Canazei in den letzten Anstieg hoch zum Passo Duron ging, musste ich in der Abfahrt vom Pordoi noch hart zu Boden! Ich sah eine schmale Holzbrücke erst spät und traf sie nur mit meinem Vorderrad. So versetzte es mich und ich knallte mit dem Knie heftig auf einen grossen Stein. Die Schmerzen waren im ersten Moment unglaublich gross und ich zitterte sofort am ganzen Körper und begann zu frieren. Das war's, so kann ich nicht weiterfahren, schoss es mir durch den Kopf. Dann richtete ich mein Bike wieder und rollte mehr schlecht als recht noch ins Tal. Erst als es wieder flach wurde, begann ich das Knie wieder zu beugen. Die Schmerzen wurden langsam weniger und ich glaubte, dass ich doch weiterfahren kann. Allerdings brauchte ich auch im Anstieg noch lange, um wieder zurück ins Rennen zu finden. An die angestrebte Aufholjagd war definitiv nicht zu denken. Erst als ich zusehens weiteren Boden verlor und gerade noch bevor ich durchgereicht wurde, konnte ich mich wieder zusammenreissen. Die letzten 30 Minuten waren dann meine besten im ganzen Rennen und ich konnte etwas kämpfen. Schliesslich reichte es so dann eben immerhin noch zum erwähnten 18. Rang. Immerhin konnte ich das Rennen so noch mit einem positiven Gefühl zu Ende bringen. Die insgeheim erhofften Top Ten verfehlte ich aber deutlich und ich fragte mich mehrmals, wie ich es schaffen konnte, hier dreimal auf das Podium fahren zu können?!

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