Logo Portrait Logo Rennkalender Logo Palmarès Logo Sponsoren Logo Impressum
Bericht

Das war heute eine typische erste Etappe des Cape Epic. Es war eine Startphase, in der noch alle frisch und motiviert sind und die jeder mit dem Messer zwischen den Zähnen fuhr. Dazu der Staub und die tiefstehende Sonne, was die Sicht teilweise gegen null einschränkt. Höchst fahrlässig, unter diesen Umständen über 100 hochmotivierte Elitefahrer loszulassen. Doch da muss man durch. Denn sobald man etwas Abstand lässt im Feld, drückt einer in die Lücke (oftmals auch wenn es gar keine gibt) und es spült einen sofort nach hinten.

Ich fand mich sehr gut zurecht. Obwohl wir beide schon nach 200 Metern am Boden lagen. Es gab einen Sturz vor uns, Simon blieb keine Chance und er fuhr in die am Boden liegenden Fahrer und ich prallte auch rein, hinter mir noch zwei weitere Fahrer auch in mich.... Nach dem Aufstehen und Ausgraben der Bikes hiess es zuerst bei mir den Lenker richten und bei Simon den Sattel wieder richten. Glück im Unglück also, dass nichts Grösseres kaputt ging dabei und da kurz danach ein längeres Asphaltstück kam, konnten wir uns wieder zurück in die Spitzengruppe fahren. Das war für mich ein Warnsignal und ich fuhr ab sofort immer in den ersten zehn Positionen oder noch weiter vorne. Über 20 Kilometer war es flach, immer wieder handicapierten uns Engstellen oder rutschige Kurven und da kostete es deutlich mehr Kraft, weiter hinten zu fahren und immer wieder antreten zu können. Dann kam der erste längere Anstieg und überholen war hier nicht mehr möglich. Auch wenn es nicht weniger anstrengend wurde, fielen damit immerhin die Positionskämpfe weg. Nach der folgenden Abfahrt kam dann erstmals etwas Ordnung und Übersicht ins Feld und wir befanden uns in der noch fünf Teams umfassenden Spitzengruppe! Sehr schön.

Eine Weile ging es so weiter und ich fühlte mich bestens. Doch nach zirka zwei Stunden merkte ich, wie meine Kraftreserven zusehens schwanden. Ich biss mich weiterhin fest und sagte mir immer wieder, dass es den Anderen nicht besser gehen kann. Doch weitere 20 Minuten später bewahrheiteten sich meine Befürchtungen und ich musste einen Gang zurückschalten. Zuerst fielen wir in die zweite Gruppe zurück. Doch im letzten langen und steilen Anstieg überholten uns dann noch weitere Teams. Ich warf alles in die Waagschale, was ich hatte, doch es war zu wenig um einem Team folgen zu können. So erreichten wir das Ziel mit etwas über acht Minuten Rückstand wie gestern wieder als elftes Team und sind auch weiterhin Gesamtelfte.

Nun heisst es erholen und Energie tanken, damit ich morgen bis ins Ziel durchziehen kann!

Zurück zum Rennen