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Marathon WM Dänemark - Rang 23

Warum eine Marathon WM in Dänemark, einem Land, deren höchste Erhebung keine 200 Meter beträgt, stattfindet, war mir vor dieser Reise nicht ganz klar. Doch nach den ersten Eindrücken, die ich in den letzten Tagen auf der Strecke sammeln konnte, war ich äusserst positiv überrascht.

Der Rundkurs über 40 Kilometer, den wir drei mal zu absolvieren hatten, war absolut interessant zu fahren. Zwar fehlten logischerweise die längeren Anstiege, doch die vielen Singletrails machten Spass, die dazwischen liegenden schnelleren Abschnitte sorgten für etwas Abwechslung und die vorhandenen Anstiege brannten durchwegs auch in den Beinen.

Nach der Streckenbesichtigung war auch klar, dass der Start imens wichtig sein wird. Denn auf das Feld von 140 Fahrern warteten zuerst zirka 15 sehr schnelle Minuten, ehe es über einen holprigen Wiesenanstieg ging, der dann ganz oben in den ersten langen Singletrail mündet. Alle wussten natürlich um die Wichtigkeit der Position nach dieser Startphase. Denn es ist einfach so, dass ab Position fünf stetig kleine Lücken aufgehen, die wieder zugefahren werden müssen. Oder, dass es Stau gibt, je enger die Strecke wird umso mehr.

Obwohl ich um die Wichtigkeit der Startphase wusste und ich nicht sehr gut, aber schon recht solide ins Rennen fand, konnte ich mich nur an etwa 40. Position einreihen, als es in den Singletrail ging. Es wusste einfach jeder um die Wichtigkeit und investierte dementsprechend alles, was er hatte bis zu diesem Zeitpunkt. Nun, als die Positionen bezogen waren, wurde es in unserem Bereich etwas ruhiger. Ich fuhr am Hinterrad von Kulhavy während den nächsten 20 Minuten. Es bildete sich nun eine Spitzengruppe und meine Region bedeutete Verfolgergruppe. In der zweiten Hälfte des Rundkurses war es dann eher etwas breiter und schneller. Es lief halbwegs gut bei uns und immer wieder war die Spitzengruppe in unserem Blickfeld.

Nie viel mehr als eine Minute fehlte, und als es eingangs zweite Runde vorne etwas taktisch wurde, waren wir wieder bis auf 20 Sekunden dran. Ich hoffte, nochmals Unterschlupf zu finden, doch sogleich ging es vorne wieder um die besten Positionen und ich kam dann eben doch nicht wieder dran. Ab nun war das Rennen gelaufen. Bis Ende Runde Zwei pendelte der Rückstand im ähnlichen Bereich wie in der Runde zuvor. Bei uns fiel das Tempo immer wieder zusammen, als es breit und windig wurde. Dafür wurden immerhin die Singletrails schön zügig gefahren. Nichts desto trotz wäre ein etwas gleichmässiger Fahrstil deutlich effizienter gewesen. Das zog sich nun so bis ins Ziel durch. Ich fühlte mich im Vergleich zu den Anderen in der Gruppe immer besser, doch es fehlte trotzdem etwas, damit ich mich hätte absetzen können. So versuchte ich halt, die Tempoverschleppungen so gering wie möglich zu halten, damit wir eventuell auf diese Art und Weise noch den Einen oder Anderen stellen konnten. Nach 120 Kilometern kam es dann zum Sprint und ich meisterte unsere Gruppe auf dem zweiten Rang, was den 23. Rang bedeutete.

Fazit: meine Zweifel an einer Marathon WM in Dänemark nehme ich zurück. Die Strecke war schön und das Rennen sehr offen und spannend. Als Abwechslung und von aussen betrachtet, darf es absolut mal so eine Strecke sein und mit Gaze, Seewald und Andreassen standen am Schluss trotzdem die Stärksten auf dem Podium. Ich persönlich kam einigermassen solide durch. Die Streckencharakteristik mit ihren 100 Rhythmuswechseln pro Runde wird sicher nie zu meinen Lieblingen zählen, doch ich habe mein Bestes daraus gemacht. Für mehr fehlte mir heute die Spritzigkeit und im ganz intensiven Bereich einfach das letzte Quäntchen.

 

   
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Swiss champion, Worlds and Europeans medalist, serial winner

 

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