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Sieg am Nationalpark Bike Marathon

Am Donnerstagabend wurde mir wieder bewusst, wie alt ich mittlerweile schon bin, als ich an das Jubiläumsabendessen zum 20. Geburtstag des Nationalpark Bike Marathons eingeladen wurde. Nur die erste Ausgabe verpasste ich sowie die SM 2017, als ich mich wenige Tage davor verletzte. Trotz der Auffrischung der Erinnerung, dass ich schon so lange dabei bin und über all die Jahre nicht jünger wurde, möchte ich dem Organisationsteam hiermit ganz herzlich für den schönen Abend und den Einsatz über all die Jahre danken. Ich hoffe, noch einige weitere Austragungen bestreiten zu dürfen.

Heute nun wollte ich versuchen, die Bilanz, auf welcher mehr zweite als erste Ränge stehen, etwas aufzupolieren und ich hatte eine ungefähre Vorstellung, wie ich das zu bewerkstelligen versuchen wollte.

Es war mein Plan, bis Livigno einfach mitzufahren und dann am Chaschauna eine (Vor-)entscheidung erzwingen zu wollen. Doch ganz so zurück halten wie erhofft konnte ich mich dann doch nicht. Denn das Tempo war unheimlich tief, sowas habe ich noch selten erlebt in einem Rennen, aber es schien niemanden zu stören, weshalb es auch lange so blieb. Ich hatte das Gefühl, dass einzig ich und Kaufmann zumindest ein bisschen dafür sorgten, damit wir dann noch rechtzeitig ins Ziel kommen. Naja, mich störte es nicht so sehr, denn ich war optimal gekleidet und gut gerüstet für die Temperaturen jeweils um die null Grad auf den hohen Pässen.

Dann schliesslich kamen wir doch noch nach Livigno und hier ging es ja nun für mich richtig los. Ich musste mich aber zuerst etwas in Rennstimmung bringen nach dem gemächlichen Tempo bis hierhin, war dann aber rechtzeitig zum Einstig in den Chaschauna bereit und bog als Erster in die Wand ein.

Obwohl ich diesen Anstieg überhaupt nicht mag, kenne ich ihn nach all den Jahren nun so gut, dass ich es doch immer irgendwie anständig darüber schaffe. Und so auch heute. Ich sicherte mir den Bergpreis und nahm mir dann kurz Zeit, um die Jacke vor der Abfahrt zu schliessen. Trotzdem konnte ich als Erster in die Abfahrt einbiegen, doch hinter mir sah es nun nicht gut aus, denn Stutzmann und Kaufmann waren vereint. Es wäre eher aussichtslos gewesen, alleine gegen zwei Teamkollegen ins Engadin zurück zu kommen.

Doch plötzlich wendete sich das Blatt. Stutzmann stürzte anscheinend und Rebagliati setzte sich auf Rang 2. Ich teilte so ein, dass wir zu zweit in S-Chanf ankamen und somit gemeinsam im Gegenwind waren.

Hinter uns mit ungefähr einer Minute Rückstand Kaufmann/Stutzmann ebenfalls zu zweit. Ich fühlte mich noch immer gut und glaubte zu erkennen, dass Rebagliati nun auf dem Zahnfleisch lief. Trotzdem fuhr er weiterhin seine Ablösungen und ich nahm ihn bis Lavin mit. Und dann passierte es, ich attackierte den Italiener im kurzen steilen Abschnitt im Dorf und konnte mich sofort absetzen. Nun ging es noch 20 Kilometer und ich kam problemlos durch und als Sieger zurück nach Scuol. Ein wunderbarer Abschluss des fünften Rennens im August!

Rangliste

(Fotos: Martin Platter) 

   
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Swiss champion, Worlds and Europeans medalist, serial winner

 

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