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4. Etappe Absa Cape Epic – etwas Boden gut gemacht

Die heutige Etappe ging hektisch los und endete auch so. Dazwischen fuhren wir aber zwei Stunden in einem gemütlichen Tempo. Am Schluss erreichten wir das Ziel mit kleinem Vorsprung auf das Merida Team und konnten uns so dem Podest in der Gesamtwertung wieder etwas nähern. Leider warf uns im Finale aber erneut ein Platten zwischenzeitlich zurück, und wir verpassten es, dadurch noch mehr Zeit aufzuholen.

Gleich im ersten Anstieg ging es wieder voll zur Sache. Das Scott Team versuchte sich heute früh aus dem Staub zu machen. Da sie in der Gesamtwertung bereits ausser Rang und Traktanden gefallen sind, liess man sie dann nach 20 Minuten davonziehen und das Tempo viel komplett zusammen. Die bisherige Überlegenheit von Specialized führte bei allen anderen Teams nicht gerade dazu, eine Einholung der Scotts zu forcieren und so wuchs deren Vorsprung bis auf maximal knapp zehn Minuten an.

Als das Rennen so vor sich hin plätscherte, erwischte ich in einer schnellen Abfahrt und durch den aufgewirbelten Staub, nichts sehend, einen groben Stein mit meinem Hinterrad. Ich spürte einen starken Schlag und befürchtete schon einen Platten. Zwar verlor ich auch etwas Luft doch bald war alles wieder dicht. In der Felge war aber auf jeden Fall eine grosse acht drin. Dies konnte ich nicht reparieren und einfach nur hoffen, dass ich so ohne weiteren Zwischenfall ins Ziel komme.

Langsam näherten wir uns der letzten Rennstunde, wobei es nochmals drei steile Anstiege zu bezwingen galt. Ich erwartete hier nochmals eine Lancierung des Rennens, weshalb wir uns unter den ersten fünf Positionen einreihten, als der Anstieg seinen Anfang nahm. Genau zu Beginn des Anstieges musste ich nochmals irgendetwas spitziges erwischt haben, da ich wahrnehmen musste, dass mein Hinterrad nun immer mehr und mehr an Luft verlor. Genau im allerdümmsten Zeitpunkt, wie schon Karls Platten gestern. Anhalten und Nachpumpen ging jetzt unmöglich, denn Topeak versuchte gerade Specialized zu distanzieren und wir konnten den Anschluss halten. Wir hielten bis in die Abfahrt mit und waren drauf und dran, einen Teil der gestern auf Merida verlorenen Zeit im Kampf um das Podium zurück zu holen.

Es kam die Abfahrt und ich musste etwas vorsichtiger als normal fahren, da ich doch ziemlich rumeierte mit zu wenig Luft im Reifen. Es kam noch schlimmer, denn plötzlich zischte es auch aus meinem Vorderreifen und die Dichtungsmilch spritze mir direkt ins Gesicht. Nach ein paar Metern war dann aber dieses Loch wieder dicht und ich konnte den Anschluss im zweiten Anstieg gerade nochmals herstellen. Auch in der nächsten Abfahrt musste ich dann ziemlich vorsichtig um die Kurven steuern und bereitete gleichzeitig auch noch meine Luftpatrone vor, um am Ende der Abfahrt zumindest in meinen Hinterreifen etwas Luft nach zu schiessen.

Da sollte das gelingen, ohne den Anschluss an Specialized und Topeak zu verlieren, denn die Verpflegungszone war auch da und alle stoppten somit. Das hätte auch geklappt, nur öffnete sich das Loch im Reifen durch den nun grösseren Druck wieder. Es blieb nichts anderes übrig, als in der Techzone das Ersatzlaufrad auszugraben und mein defektes Rad auszutauschen. Merida konnte so wieder an uns vorbeiziehen und aus 30 Sekunden Vorsprung wurden nun 30 Sekunden Rückstand. Das durfte doch nicht wahr sein. Wie schon gestern waren wir Hermida/van Houts etwas überlegen und doch drohte uns erneut das Schicksal eines Zeitverlustes.

Es blieb uns der dritte und letzte steile Anstieg um wieder aufzuschliessen. Danach lagen noch eine Abfahrt und zwölf flache Kilometer vor uns. Auf keinen Fall wollten wir bis ins Ziel unsere Konkurrenten stets im Blickfeld haben und ihnen hinterher jagen, diese Lücke musste vor der Abfahrt geschlossen werden! Genau mit dem letzten Meter des Anstieges waren wir wieder dran. Es hat zwar ziemlich weh getan, diese Lücke in so kurzer Zeit zu schliessen aber zumindest konnten wir die Situation nochmals neutralisieren.

Wir setzten uns nun in den Windschatten der beiden, van Houts führte alles und Hermida sah schon etwas müde aus. Sieben Kilometer vor dem Ziel, einmal mehr auf unfreundlichem Geröll unter den Rädern und an einer kaum wahrzunehmenden Bodenwelle, schossen wir an den zwei vorbei und tatsächlich konnten wir eine Lücke aufreissen. Nun fuhren wir so schnell wir noch konnten ins Ziel, erreichten dieses hinter Scott, Topeak und Specialized als viertes Team und verringerten den Rückstand auf Merida und Rang drei in der Gesamtwertung um 35 Sekunden auf neu 2.05 Minuten.

Nach wie vor streben wir es natürlich an, am Sonntag im Ziel auf dem Podium zu stehen und wer weiss, vielleicht sind exakt diese heute gewonnen 35 Sekunden ausschlaggebend dafür. Auf jeden Fall haben wir uns heute beide sehr gut gefühlt, konnten im Finale mit den beiden führenden Teams mithalten und sind darum optimistisch, uns noch um mindestens einen Rang verbessern zu können. Die Defekthexe hat uns nun genug besucht, sind wir der Meinung.

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