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5. Oktober 2008, Weltcup Ornans

Ein dickes Ausrufezeichen wollte ich am Weltcup in Frankreich nochmals setzen. Dies tat ich auch, zumindest bis auf den ersten Berg. Bei eiskalten Temperaturen schrumpfte die Spitzengruppe unter meinem Tempodiktat auf sechs Fahrer zusammen. Doch ab da begann mein Kampf gegen die Strecke. Ich fand mich in den rutschigen Abfahrten auf der durch den vielen Regen in den Vortagen aufgeweichten Strecke absolut nicht zurecht. Schnell merkte ich, dass es heute wohl nicht mein Tag werden würde.

Immer wieder musste ich die Vorderleute ziehen lassen und für mich schauen. In den Aufstiegen lief es dagegen ganz ordentlich und ich konnte dabei immer wieder einige Positionen gut machen. Als ich dann kurz vor Rennhälfte zusammen mit Dietsch in den längsten Aufstieg des Rennens fuhr und wenig später merkte, dass der Franzose nicht mehr folgen konnte, begann ich wieder an mich zu glauben.

Zusammen mit Buchli konnte ich eine grosse Gruppe ein- und überholen. Als ich dann noch erfuhr, dass nur Paez vorne weg war, kehrte auch meine Moral wieder zurück. Plötzlich rückte ein Podestplatz wieder in Griffweite, ich konnte es kaum glauben. Bis auf den Gipfel konnten wir uns deutlich von der Gruppe absetzen. In der Abfahrt musste ich mich dann aber wieder auf mich konzentrieren. Genau zurück im Tal, schloss dann Platt wieder auf mich auf. Es folgte nun der letzte lange Anstieg. Ich wusste, dass ich nun ein Polster herausfahren musste um aufs Podest zu kommen und konnte den deutschen Meister auch sogleich wieder distanzieren und sogar auch auf Buchli wieder ein paar Sekunden gut machen. Allerdings war dies zuwenig.

Auf den verbleibenden Kilometern, welche zum Teil sehr schlammig waren, konnte Platt wieder zu mir aufschliessen und mich auch gleich stehen lassen. Wenig später kam dann auch schon Lakata und fuhr mir davon. Nun musste ich mich nochmals zusammenreissen, um nicht noch völlig durchgereicht zu werden. Zehn Kilometer vor dem Ziel sah ich dann aber glücklickerweise, dass ich eine beruhigende Reserve hatte und ich konzentrierte mich darauf, den fünften Platz ins Ziel zu retten. Schliesslich schaffte ich dies auch. Nach 83 Kilometern und 3000 Höhenmetern war ich froh, dass der Kampf gegen die Strecke ein Ende hatte und ich heil im Ziel war. Dass es tatsächlich zu Rang fünf, sechs Minuten hinter Paez reichte, überraschte mich schon sehr. Denn heute zog ich einer meiner schwächsten Tage der Saison ein. Ich konnte mich absolut nicht mit der Strecke und der Schlammschlacht anfreunden.

Ebenso freute ich mich über den zweiten Rang von Buchli und den sechsten von Zahnd. Die Schweizer Marathonelite fuhr heute mitten in die Weltspitze, was das hohe Niveau in unserem Land einmal mehr deutlich unterstrich.

   
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Swiss champion, Worlds and Europeans medalist, serial winner

 

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