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30. August 2008, #6 iXS sbc Scuol – alleine im Nationalpark

Foto vergrössernDas sechste Rennen der iXS classic sollte mit 138 Kilometern zugleich das längste Rennen der Saison sein. Dies und der harte Grand Raid vor wenigen Tagen sollten meine Taktik beeinflussen. Ich nahm mir vor, mich zu Beginn zurückzuhalten und das Renngeschehen erst mal Andere bestimmen zu lassen.

Dies tat ich dann auch, zumindest so lange das Rennen neutralisiert war… Ob es dann das traumhafte Wetter oder die eindrückliche Landschaft war, welche mich aus dem Konzept brachten, weiss ich nicht genau. Jedenfalls fand ich mich genau mit der Rennfreigabe an der Spitze des Rennens wieder und konnte es mir dann nicht verkneifen das Tempo hochzuhalten. Als wir dann bereits nach wenigen Minuten nur noch zu viert waren, erinnerte ich mich an meine Taktik und hielt mich in der Folge zurück. So blieb unsere Gruppe bis auf den ersten Pass, den Costainas auf 2251 Metern, und in der folgenden Abfahrt ins Münstertal zusammen.
Nun folgte der zweite Anstieg des Rennens Richtung Döss Radond. Mittlerweile hatte ich meine Taktik über den Haufen geworfen. Ich merkte, dass ich wohl der Stärkste unserer Gruppe war und den Grand Raid am besten verdaut hatte. Ich traute mir zu, bereits ab jetzt, wo noch rund 100 Kilometer vor uns standen, alleine fahren zu können. So sorgte ich weiterhin für ein hohes Tempo. Als dann Stoll abreissen lassen musste, gab es kein Zurück mehr, ein Duell mit ihm wie vor einer Woche wollte ich mir nicht nochmals antun. Als Letzter konnte mir nur noch Teamkollege Zahnd einigermassen folgen. Am Ende des Anstieges nahm ich dann etwas Tempo raus um auf ihn zu warten, sodass wir zusammen durchs Val Mora donnerten. Wenig später war ich dann aber plötzlich wieder alleine, dies 85 Kilometer vor dem Ziel.

Foto vergrössernAb nun ist die Geschichte schnell erzählt. Ich fuhr ein einsames Rennen über Livigno, den fürchterlich steilen Pass Chaschauna, rund 2700 Meter hoch, S-chanf, Zernez und die letzten Höhenmeter nach Guarda und Ftan zurück nach Scuol. Dabei baute ich meinen Vorsprung auf die Verfolger kontinuierlich aus. Bereits in S-chanf schien mir der Sieg nicht mehr zu nehmen. Ich brauchte für die restlichen knapp 50 Kilometer eine neue Motivation und so nahm ich mir den Streckenrekord vor. Schliesslich fehlten drei Minuten dazu, der heutige Start war wohl zu langsam dazu.
Als ich nach 5 Stunden und 51 Minuten im Ziel war, interessierte mich dies dann allerdings nicht mehr gross, vielmehr freute ich mich über den dritten Sieg innert 13 Tagen! Zweiter wurde dann schliesslich nicht Zahnd, sondern Stoll, der im steilen Chaschauna Anstieg den Unterschied schaffen konnte.

Foto vergrössernEinmal mehr gehören mindestens zehn meiner zwölf Minuten Vorsprung meinem Team am Streckenrand für die grossartige Unterstützung, herzlichen Dank!

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(Fotos: Martin Platter / Noldi Huber)

   
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