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27.04.2008, Rothaus Forestman - der erste Saisonsieg

Nach zwei rennfreien Wochen stand ich heute wieder hinter einer Startlinie. Der Rothaus Forestman im deutschen Kirchen-Hausen stand auf dem Programm. Das Rennen führte zwar nur über 58 Kilometer und knapp 1500 Höhenmeter, trotzdem war es für mich ziemlich wichtig. Hatten die bisherigen Rennen der Saison eher Trainingscharakter, kommen nun die wichtigen Marathons immer näher. Für das heutige Rennen setzte ich mir deshalb einen Podestplatz zum Ziel. Sollte ich diesen realisieren können, wäre es für mich die Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein.

Am Start standen neben Teamkollege Thomas Zahnd sowie Routinier Spaeth eine Hand voll weitere schnelle Leute. Um 10 Uhr erfolgte der Start. Auf den ersten flachen Kilometern sorgte ich für ein hohes Tempo. Das Starterfeld zog sich schnell in die Länge und es war relativ ruhig. Dazu beigetragen haben sicher auch die breiten Forststrassen, auf denen fast die gesamte Renndistanz gefahren wurde. Wenig später stellten sich uns dann die ersten Hügel in den Weg. Es sorgte eigentlich immer ein Schweizer für ein hohes Tempo, sodass die Spitzengruppe zusehends kleiner wurde.

Nach Rennhälfte waren wir dann noch zu viert. Weil ich die Strecke ebenso wenig kannte wie meine Begleiter, wurde es nun zu einem Pokerspiel, einen Antritt im richtigen Augenblick zu platzieren. Als erstes versuchte es Zahnd, vergebens. Als zweites versuchte es nochmals mein Teamkollege, vielleicht etwa 15 Kilometer vor dem Ziel. Diesmal war er erfolgreich und konnte sich ein paar Sekunden von Spaeth absetzen und ein paar weitere von mir. Ich verlor die Beiden allerdings nie aus den Augen und glaubte weiterhin an meine Chance. Tatsächlich kam es vorne wieder zum Zusammenschluss und kurz darauf war auch ich wieder dabei. Das ganze konnte ein paar Kilometer vor dem Ziel also wieder von vorne beginnen. Nun versuchte ich es. Dabei gelang mir aber nichts Entscheidendes. Somit war also klar, dass die Reihenfolge auf dem Podest auf den letzten 500 Metern festgelegt werden musste. Diese waren die anspruchsvollsten der ganzen Strecke. Von einer Kiesstrasse ging es scharf links auf einen Singletrail den Wald hinunter, nochmals eine Rechtskurve und schon war man im Ziel. Diese Situation kannten wir alle von der Streckenbesichtigung vom Vortag und somit wusste jeder, dass der erste der in den Singletrail einbiegt auch das Rennen gewinnen wird, denn überholen war danach kaum mehr möglich. So kam es 500 Meter vor dem Ziel zum Sprint um den Sieg. Schliesslich standen wir zu dritt in der Kurve und es mussten unweigerlich zwei bremsen. Ich war der erste der zurück zog. Zahnd und Spaeth hingegen wollten nicht nachgeben und so schossen sie nebeneinander den Wald hinunter, ich fünf Meter dahinter. Wenig später passierte, was passieren musste und die beiden kamen einander in die Quere, flogen Spektakulär und ungebremst durch die Luft. Nun musste ich sie und deren Bikes noch umfahren und passierte schliesslich als Sieger die Ziellinie. Ich war natürlich sehr zufrieden mit meinem Rennen, denn ich konnte meine Erwartungen umsetzen. Weniger Glück hatten die beiden Sturzopfer die sich bei ihrer Aktion verletzten. An dieser Stelle gute Besserung.

Bereits am Samstag starte ich nun am Marathon am Gardasee. Da wird es dann wohl schon früher vor dem Ziel zur Sache gehen, denn auf den gut 100 Kilometern und über 3000 Höhenmetern gibt es auch endlich mal wieder ein paar lange Berge.

   
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