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22. März 2008 - GP Osterhas

Nachdem ich letztes Jahr bei meiner Premiere am GP Osterhas fast über die gesamte Distanz von 100 Runden um den Anschluss kämpfen musste, wollte ich es dieses Jahr besser machen.

Mein Ziel war es, mindestens einen Punkt aus einem Sprint zu ergattern. Meine Taktik dazu war folgende; gut Einfahren und möglichst schnell versuchen einen Punkt ins Trockene zu bringen, ganz nach dem Motto ’’Was Du heute kannst besorgen verschiebe nicht auf morgen’’.

Allerdings merkte ich schnell, dass ich nicht der Einzige war, der diesen Plan hatte. Schlimmer noch, ich musste mehr als mir lieb war um den Anschluss kämpfen. Glücklicherweise konnte ich mich dabei immer im Windschatten von Franco Marvulli verstecken, was das Ganze etwas vereinfachte. Doch zwei Stunden werde ich dies nicht schaffen. Nach etwas über zehn Runden kam dann meine Rettung, plötzlich lief es besser, ich etablierte mich in der Mitte des Feldes und kam recht gut mit. Doch bis zum ersehnten Punkt war es noch sehr weit, bald darauf vergrub ich meine Hoffnungen darauf.
Nach einer Rennstunde, rund 50 Runden waren bereits vorbei, fühlte ich mich dann immer besser. Nochmals dachte ich an mein Ziel, den Punkt. Ich schlich mich kontinuierlich etwas nach vorne. Bald fand ich mich in den ersten zehn Positionen wieder. Jetzt musste es klappen! Zuerst versuchte ich es auf eigene Faust - keine Chance. Dann orientierte ich mich am Hinterrad von Vorjahressieger Simon Zahner. Doch dieser war zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich auf Punktejagd, also brachte dies auch nichts. Anschliessend versuchte ich, gleich im Anschluss an eine grosse Wertung, wenn das Tempo etwas zusammenfällt, auszureissen, auch dies brachte nichts. Solch eine Runde, auch wenn sie nur 885 Meter misst, ist brutal lang, um sie alleine gegen das Feld zu fahren. Noch 20 Runden und so langsam drehten meine Beine schwerer. Ich entschloss, mein Unterfangen einzustellen, um dann nicht plötzlich in der Schlussphase dafür büssen zu müssen und noch eine Runde zu verlieren.

Zehn Runden vor Schluss begann es dann leicht zu nieseln. Nachdem es ja eigentlich laut Wetterprognose schneien sollte, war dies eigentlich nicht so schlimm. Trotzdem wurde es langsam aber sicher rutschig. Genau zu diesem Zeitpunkt spaltete sich dann das Feld. Ich konzentrierte mich auf den übrigen Runden darauf, schadlos durchzukommen und versuchte, mich vor dem Schlussspurt in eine gute Position zu bringen. Dies gelang mir dann auch, so dass ich schliesslich auf dem 38. Rang klassiert wurde. Kaum war das Rennen zu Ende setzte dann ein heftiger Schneesturm ein.

Abschliessend kann ich sagen, dass ich sicher besser zu recht kam als im letzten Jahr. Mein Ziel, einen Punkt zu holen habe ich zwar nicht erreicht, aber ich habe es in der Phase, als es mir am Besten ging, zumindest versucht und musste dabei erkennen, dass ich keine Chance hatte. Naja, halb so schlimm, denn schliesslich gibt es für mich schon bald Wichtigeres als einen Punkt am GP Osterhas. Und auf dem Weg dazu werde ich bestimmt noch froh sein um diese 100 harten Runden…

   
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Swiss champion, Worlds and Europeans medalist, serial winner

 

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